Unsere Bestseller
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Teeverkostung am 9. Oktober 2010, 14 Uhr
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Teeverkostung am 11. September 2010, 16 Uhr
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Teeverkostung
Der verführerische Duft von Tee, diese besondere Mischung aus blumigen, muscatelligen und fruchtigen Komponenten, begrüßt den Besucher schon an der Tür zum Musterzimmer. Nur die lauten Schlürf- und Spuckgeräusche lassen uns kurz zögern, bevor wir neugierig um die Ecke schauen, was dort wohl vor sich gehen mag.
An einem langen Tisch, auf dem zwei Dutzend Probiergeschirre aufgebaut sind, steht der Teataster Henning Schmidt und steckt gerade seine Nase in einen Porzellanbecher um den Geruch der Infusion – das ist das feuchte Teeblatt – zu prüfen. Nach einem kaum merklichen Nicken greift er zum Löffel, saugt beherzt einen Schluck Tee aus der davorstehenden Porzellanschale ein und lässt ihn geräuschvoll über seine Zunge rollen. Nach einem kurzen Augenblick, in dem der Tee bereits seine Stärken und Schwächen offenbart hat, spuckt Schmidt ihn in das Spitoon. Denn egal wie gut der Tee ist, bei bis zu 200 Mustern pro Tag verzichtet auch der geübteste Verkoster allein aufgrund der Menge darauf, alles zu trinken, was er probiert.
Nach einem für Außenstehende nicht zu durchschauenden Muster schiebt der Teataster des Hamburger Teespeichers einzelne Tassen auf dem Metalltablett nach vorne und unterzieht dieses nochmals einer eingehenden Prüfung. „Es zeigt sich immer wieder, dass die teureren Tees auch die eindeutig besseren, da sorgfältiger verarbeiteten Tees sind“, so Henning Schmidt. „Man darf nicht vergessen, dass bei der Teeproduktion glücklicherweise noch immer viel Handarbeit und vor allem Erfahrung benötigt wird, die nun einmal ihren Preis haben.“ Zufrieden füllt er die ausgewählten Tees wieder in die Mustertüten, um sich anschließend um die benötigten Mengen zu kümmern. Gerne hätten wir etwas von den frischen Proben mit nach Hause genommen aber, so erklärt der Teataster: „Nach dem Einkauf brauchen die Tees bis zu zehn Wochen mit dem Schiff nach Hamburg. Ausnahmen sind die first flush Darjeelings, deren erste Partien mit dem Flugzeug kommen. So können wir unseren Kunden diese ersten Tees des Jahres bereits wenige Tage nach dem Pflücken anbieten.“

Gerne können auch Sie Henning Schmidt beim Probieren über die Schulter schauen und natürlich selbst nach Herzenslust schlürfen und schmecken. Im Speicherstadtmuseum finden regelmäßig Verkostungen in historischer Kulisse statt, die sowohl für Einsteiger als auch Teekenner interessante Einblicke in die Arbeit des Teatasters gewähren. Dabei erfahren Sie dann auch, warum englische Münzen eine wichtige Rolle bei der Teedegustation spielen und warum wir schmuggelnden Mönchen einige der besten Tees der Welt verdanken.
Bei Fragen rufen Sie uns gerne unter 040-8888 186 an.





