Was ist
Gelber Tee?
Selbst unter den eingefleischtesten Teekennern kommt hin und wieder die Frage auf: Was ist eigentlich Gelber Tee? Und ehrlich gesagt, ist das gar nicht so leicht zu beantworten. Die Erkenntnisse über Gelben Tee haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder gewandelt und wir geben daher keine Garantie, sondern können Euch nur den aktuellen Wissensstand weitergeben. .
Seltenheit und
Herstellung
Was feststeht ist, dass Gelber Tee mit nur 1 % der weltweiten Teeproduktion der am seltensten produzierte Tee ist und die Teemeister, welche noch in die Geheimnisse dieser Herstellung eingeweiht sind, nicht immer alle Tipps und Tricks der Verarbeitung verraten. Es erfordert eine komplexe, zeitaufwändige, manuelle Herstellung und die besten Gelben Tees sind unerschwinglich teuer und verlassen ihr Herstellungsland China gar nicht erst. Es bestand sehr lange sogar ein generelles Verbot, diese Tees ins Ausland zu verkaufen.
Geschichte des
Gelben Tees
Die Wurzeln liegen wohl in der Quing-Dynastie in der Mitte des 17. Jahrhunderts und er wurde als Tribut an das Kaiserhaus geliefert. Für Gelbe Tees muss ungefähr ein Kilogramm an frischen Teeblättern geerntet werden, um am Ende 200 Gramm Gelben Tee zu erhalten. Der Tee ist leicht oxidiert und wird von manchen zwischen Weißtee und Grüntee eingeordnet. Andere wiederum würden ihn lieber zwischen Grüntee und Oolong setzen, diese verschiedenen Ansichtsweisen sind streitbar und es gibt kein wirkliches falsch oder richtig.
Herstellungsprozess
vom gelben Tee
Die Frühjahrsernten werden nach dem Welken fixiert, sodass die Oxidation gestoppt wird. Das passiert erst einmal exakt so, wie bei der Grünteeherstellung. Anschließend werden die Teeblätter jedoch in Papier oder Tücher eingewickelt und erhitzt, häufig bedämpft, und dann eingeschlagen zum Abkühlen gelegt. Dieser Prozess, Tee auspacken, wieder einpacken, erwärmen, abkühlen lassen, wird in Intervallen mehrfach wiederholt und kann drei bis vier Tage andauern. Erst anschließend werden die Teeblätter endgültig nochmals fixiert und getrocknet, oft zart geröstet.
Oxidation und
Geschmack
Durch die feuchte, fest eingeschlagene Lagerung geschieht ein sanfter und langsamer Oxidationsprozess. Die Temperatur hält sich länger und nur wenig Sauerstoff steht für die Oxidation zur Verfügung, was zu einer sogenannten anaeroben, nicht-enzymatischen Oxidation führt. Dies ist ein thermischer Vorgang, bei dem das Chlorophyll zerfällt und sich in Xanthophyll umwandelt. Ähnlich, wie es bei den Bäumen im Herbst passiert: Sie werden gelb.
Durch diese Form der Oxidation bleiben die Antioxidantien weitestgehend erhalten, jedoch wird die Adstringenz und der grasige Geschmack abgemildert. Gelbe Tees haben für gewöhnlich eine seidige oder samtige Konsistenz, Noten von Honig, Nektar, Butterkeks oder frischem Brot.