Rooibos - bald ein knapper Genuss?

Er stammt aus dem Süden Afrikas und hat von dort aus die Herzen der großen und kleinen Teetrinker weltweit erobert: Rooibos. Mild, süß, Noten von Vanille und Karamell, koffeinfrei, leicht und reich an Antioxidantien und Mineralien. Er schmeichelt sanft dem Gaumen und vertreibt so manchen Süßhunger im Nu. Sogar stresslindernd soll er wirken.

Er ist zwar kein echter Tee, aber genau das macht ihn zu einem 24h Genuss! UND: selbst die Kleinsten unter den Kleinen dürfen ihn trinken. Er hat kaum Tannine und kein Koffein und ist somit auch für kleine Teeschlürfer ein aromatischer, kalorienarmer und zuckerfreier Durstlöscher. 

Eine südafrikanische Ärztin empfahl Rooibos aufgrund ihrer eigenen Erfahrung sogar für Babys, wenn diese Bauchbeschwerden und Koliken haben. Laut Studien soll er tatsächlich ein sehr gesunder Genuss sein. Er enthält gesunde Pflanzenstoffe (z.B. Rutin), welche die Gefäßwände schützen sollen, Allergien lindern und sogar Stresshormone im Blut senken sollen.

Wer gerne Rooibos trinkt kann dies sicherlich bestätigen, allein schon der Genuss entspannt.

Lange Zeit verstaubte Rooibos in vielen Teeregalen und Geschenkartikel-Ecken, in bunten Packungen, oft mit Aromen/Früchten gemischt. Das dürfte bald der Vergangenheit angehören. Rooibos wird - sofern sich der Klimawandel nicht aufhalten lässt - ein kostbares rares Gut werden.

Zum einen steigt weltweit die Nachfrage, vor allem asiatische Länder haben ihre Liebe zum entspannenden 'Red Tea' - so wird er in Africa genannt  - entdeckt. Dem gegenüber stehen klimatische Veränderungen, die der wählerischen Pflanze das Leben schwer machen. Das wird sich Mittel- bis Langfristig auch auf die Preise auswirken.

Rooibos schmeckt sehr sanft und doch besitzt er eine ungewöhnliche Eigenwilligkeit: er möchte partout nicht umgesiedelt werden. Er wächst nur in Afrika und selbst dort nur in einer ganz bestimmten bergigen Region im Westen. Versuche, ihn anderorts heimisch werden zu lassen schlugen bisher alle fehl. Rooibos bildet mit seiner Heimat, dem Boden, eine besondere Symbiose. Umso schlimmer, dass der Klimawandel gerade in dieser speziellen einzigartigen Region scheinbar besonders zuschlägt.

In den letzten Jahren verstärkt sich ein besorgniserregender Trend: das Wetter schlägt immer öfter extrem aus: Die Sommer werden heißer und die Winter kälter und trockener. Dies hat natürlich auch einen Einfluss auf die Beschaffenheit der Böden und somit auf die Wachstumsbedingungen der Rooibosbüsche. Die Teebauern vor Ort versuchen unter anderem durch neue Bewässerungssysteme die Trockenzeiten auszugleichen. Wir hoffen das Beste.

Wir sind vorerst noch gut mit Rooibos eingedeckt und genießen diesen in Anbetracht der Entwicklungen umso mehr.

 

 

 

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