Gongfu Cha, die historische, chinesische Art Tee zu genießen

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Liebe Teefreunde,

allen, die sie noch nicht kennen, möchten wir die chinesische Teezubereitung Gongfu Cha vorstellen.

Entstanden ist diese kunstvolle Art der Teezubereitung wohl während der späten Yuan- (1279 – 1386) und der Ming-Zeit (1368 – 1644). Es ist eine Möglichkeit guten Tee sehr aromatisch zuzubereiten.

Gongfu Cha, was bedeutet das eigentlich? Gongfu bedeutet dasselbe wie Kung Fu! Dies sind nur verschiedene Schreibweisen für etwas, das mit durch langjährige Anstrengung erlangter Kunstfertigkeit und mit geduldiger Konzentration ausgeführt mit. Und Cha ist die Bezeichnung für Tee. Also ist Gongfu Cha die hohe Kunst des Teezubereitens.

Die Zubereitung auf Gongfu Cha-Weise ist mit allen Arten des Tees möglich, gelingt aber am besten mit den Tees, die sich mit 70 bis 100 Grad heißem Wasser vertragen. Und je hochwertiger der Tee ist, desto besser wird meistens das Ergebnis sein.

Wir beschreiben hier die einfachere Variante, die nicht so viel Zubehör benötigt, da wir niemanden verschrecken und Gongfu Cha für jeden umsetzbar machen möchten.

 

Was benötige ich für Gongfu Cha?

Schwarztee, Oolong oder Pu Er. Es funktioniert nicht mit aromatisierten oder Kräuter- und Früchtetees

einen Gaiwan oder ein kleines Kännchen aus Ton, Porzellan oder Glas

kleine Teeschalen

Ausschankkännchen

ein kleines Sieb

ein Teebrett um verpütschertes Wasser aufzufangen (fürs Erste reicht auch eine umgedrehte Untertasse, welche in einen Suppenteller gestellt wird)

und natürlich heißes Wasser

Für Gongfu Cha sollte man immer einen hochwertigen Tee nehmen. Besonders gut eignen sich hierfür unsere Empfehlungen (im Blogeintrag), die in diesem Beitrag verlinkt sind, mit denen man prima mehrere Aufgüsse zubereiten kann, was den höheren Preis wieder relativiert.

 

Kanne, Ausschankkännchen und Teeschalen werden auf dem Untersetzer arrangiert und das Wasser zum Kochen gebracht. Nun füllt man heißes Wasser in die Teekanne, gießt es von dort in das Ausschankkännchen und abschließend in die Teeschalen. So wird alles vorgewärmt. Anschließend gießt man das gebrauchte Wasser in das Teebrett.

Nun werden die Teeblätter in die Kanne gegeben, der Deckel geschlossen, die Kanne leicht bewegt und dann gerne schon mal an der wieder geöffneten Kanne geschnuppert. Meistens ist dieser zarte Duft schon ein wahrer Genuss!

Nun gibt man Wasser in die Kanne, bis sie randvoll ist, schließt den Deckel und gibt noch ein wenig Wasser hierüber, damit alles schön heiß ist. Nach der gewünschten Ziehzeit gießt man den Tee durch das Sieb in das Ausschankkännchen und von dort in die vorgewärmten Teeschalen.

Man gießt den Tee meistens nicht direkt in die Schalen, da der Tee zu Beginn nicht dieselbe Intensität hat wie die letzten Tropfen des Aufgusses. In dem Ausschankkännchen wird alles gemischt und jeder Gast bekommt dadurch eine Schale mit Tee des gleichen Geschmackes.

Nun darf getrunken und wenn die Schale leer ist auch gerne an der Innenseite geschnuppert werden. Hier erwartet einen wieder ein wunderbarer, karamelliger Duft.

Und dann geht das Ganze (bis auf das Vorwärmen) wieder von vorne los. Es können so viele Aufgüsse getrunken werden, wie es einem schmeckt. Hierfür kann man mit der Wassertemperatur und natürlich mit der Ziehzeit experimentieren.

Als Faustregel gilt: Je mehr Teeblätter man zu Anfang nimmt, desto mehr Aufgüsse sind möglich. Wenn der Geschmack nach mehreren Aufgüssen etwas nachlässt, kann man die Wassertemperatur gerne mal erhöhen und auch die Ziehzeit verlängern.

Also plant jede Menge Zeit für Eure Teezeremonie ein!

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