No.170021
Hagi-yaki Matchaschale, Ido-Stil

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Hagi-Keramik bzw. Hagi-yaki gehört neben Raku- und Karatsu-yaki zu den drei populärsten... mehr
Hagi-yaki Matchaschale, Ido-Stil

Hagi-Keramik bzw. Hagi-yaki gehört neben Raku- und Karatsu-yaki zu den drei populärsten Keramiken Japans. Der Ursprung von Hagi-Keramik liegt in koreanischen Reisschalen, die bereits im frühen 16. Jahrhundert von Teemeistern als Teeschalen (kôrai chawan) eingesetzt wurden. Durch die immer populärer gewordene Wabi-Ästhetik (Ästhetik des Schlichten und Unvollkommenen) stieg die Nachfrage rasant an.

Eine Eigenart von Hagi-Keramik ist der grobe Ton, der wegen des Kaolins eine weiche und warme Haptik aufweist. Da er noch nicht voll verdichtet ist, gibt es viele Risse (kan’nyû) im Ton und in der Glasur. Dadurch kann Flüssigkeit in den Tonkörper gelangen und manchmal aus dem Teebecher oder der Chawan wieder austreten. Gelegentlich kann es sogar tropfen.
Dieser Zustand ist aber nicht von Dauer, denn mit jedem Tee, der aus einem Becher oder einer Chawan getrunken wird, setzen sich nach und nach Partikel des Tees in den Rissen ab, wodurch das Gefäß abgedichtet wird. Mit der Zeit verändert sich durch die Ablagerungen sogar das Erscheinungsbild des Gefäßes, welches sieben Stadien durchlaufen kann, in Japan nennt man diese „hagi no nanabake“ – „Die sieben Wandlungen der Hagi(-Keramik)“. Dabei können sich die Farben ändern und es entsteht ein zunehmendes Craquelé-Muster.

Der Fußring bzw. kôdai ist deshalb so wichtig, weil er Aufschluss über den verwendeten Ton gibt. Der Ton ist eine Art Signatur, Kenner können in einigen Fällen bereits an der Beschaffenheit des Tons die Handschrift des Töpfers identifizieren. Die Gestaltung des kôdai ist keineswegs banal, oft lässt sich an seiner Gestaltung die Kunstfertigkeit des Keramikers erkennen.

Den typischen Farbton (Gelb, Rosa, Orange) nennt man auch biwa-iro (Farbe der Japanischen Wollmispel). Wird der eisenhaltige mishima-Ton hinzugefügt, dann erzielt man Farben zwischen Grau und Rosa.

Bei diesem Werk handelt es sich um eine Chawan im Ido-Stil. Im 16. Jahrhundert gehörten koreanische Reissschalen, die zu Matchaschalen umfunktioniert wurden, zu den populärsten Utensilien in Japan.
Der relativ grobe Ton ist von einer transparenten Glasur bedeckt. Dort, wo die Glasur dicker aufgetragen ist, nimmt sie eine milchige Farbe an. Die feinen Risse in der Glasur sind gleichmäßig verteilt und verleihen der Matchaschale einen rustikalen Charme. Sie entspricht damit den klassischen koreanischen Chawan, die früher und auch heute ein sehr hohes Ansehen genießen.

Durchmesser ca. 13cm

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