Der Chasen - welches Modell ist für mich das beste?

 

Der Chasen. Er gehört zum Matcha wie die Matchaschale (Chawan) und weiches Wasser. Er ist einzigartig, aus weichem hellen, dunkeln oder sogar grünlichem Bambus handgefertigt. Jeder Chasen ist ein Einzelstück. Bambusholz ist geschmeidig und ermöglicht ein weiches, ja sanftes aufschlagen von Matcha.

Die Herstellung ist in Japan - wie die Matchaherstellung auch - eine Wissenschaft für sich. Nicht nur wegen des Schnitzens an sich, sondern auch die abschließende Form der Borsten, die Anzahl der Borsten, in wievielen Reihen diese stehen, sowie die Farbe (jede Teeschule hat da ihre Vorlieben) und länge des Griffes.

Welcher Chasen ist nun für den täglichen Gebrauch der richtige und was gibt es sonst noch zu beachten?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn der perfekte Matchaschaum ist von mehr als nur der Anzahl der Borsten abhängig

  • Qualität des Matchas: umso höher, umso ehr L-Theanin ist enthalten. Das ist ein pflanzliches Eiweiß in den Teeblättern und das sorgt auch für die schöne Crema
  • Temperatur des Wassers (so 80 Grad sind ziemlich gut)
  • Menge des Pulvers im Verhältnis zum Wasser: 1 Gramm Matcha auf 200ml Wasser ergibt nur grobe Blubber: 80-100ml Wasser auf  2 Gramm Matcha: Tadaaa!

Was ist nun mit dem Chasen?

Der macht seinen Job besonders gut, wenn die Borsten kurz vor der Benutzung angefeuchtet werden. Denn dann werden sie ein wenig weicher und verzeihen Anfängern zu viel Druck beim Aufschäumen.

Was jedoch ganz wichtig ist und wirklich öfter übersehen wird als man denken könnte: die Größe der Matchaschale spielt eine wichtige Rolle. Daneben noch die Matchapulvermenge und natürlich die Wassermenge. Ein kleiner Chasen (der dunkle langstielige im Bild oder der ganz kleine kurze) sind für eher recht kleine Matchaschalen geeignet. Der 120er Chasen kommt in kleinen Schalen nicht in Schwung, da er direkt an die Ränder stößt. DAS sollte unbedingt beim Kauf von Matchaschalen zusammen mit Chasen bedacht werden. Umso größer die Grundfläche der Schale ist, umso größer darf der Besen sein.

Andersrum ist es einfacher: kleine Chasen funktioneren in jeder Schale gut, durch die geringere Anzahl der Borsten dauert der feine Schaum einfach etwas länger. Man kommt einfach mit ein paar PS weniger schnell ans Ziel.

Für Einsteiger und Menschen, die gerne Unterwegs (auf Reisen) Matcha trinken wollen und das traditionell mit dem Chasen und nicht etwa einem Milchaufschäumer tun möchten: die kleinen Modelle sind hierfür super geeignet.

Fazit: 100 Jahre alt wird von diesen Chasen sowieso keiner. Mit etwas Sorgfalt und nicht zu viel Druck beim Aufschäumen halten diese aber doch lange Zeit. Die Matchaschale und der Chasen sollten von der Größe harmonieren, so dass dieser schöne Bewegungsfreiheit hat und nicht direkt an die Seiten stößt. Qualitativ guter bis sehr guter Matcha liefert in der richtigen Dosierung den perfekten Schaum, egal mit welchem Chasen. Umso mehr Borsten, umso schneller bildet sich dieser, da er mehr Luft unter den Matcha quirlt (gleiches Prinzip wie beim Sahne aufschlagen).

Auf Youtube gibt es ein schönes Video, das die Chasenherstellung zeigt. Ein 'Klick' und dann können Sie es ansehen.

Viel Spass beim Matcha machen!

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