Warenkunde: Weißer Tee

Er ist der zarteste unter den Teesorten und wird oft als "Champagner" unter den Tees bezeichnet. Dies verdankt er der klaren hellen Farbe in der Tasse, wobei dies auch nicht unbedingt für alle weiße Tees gelten muss. Umso höher die Qualität, umso heller zumeist der Aufguss, da der Anteil ganz junger silbrig-flaumiger Blätter einfach höher ist. Was genau ist eigentlich weißer Tee und was unterscheidet ihn von grünem Tee? Beide können doch fast ähnlich aussehen?

Weißer Tee

Dies ist eine Frage der Pflückung und Verarbeitung. Es gibt keine einheitliche Definition, aber einen Grundsatz, an den sich alle Teeanbauländer halten: weißer Tee enthält viele silver Tips. Das sind die noch ganz jungen Blattknospen und Blätter, die noch den silbernen "Babyflaum" haben. Und das wichtigste ist: die Verarbeitung nach der Ernte. Die unterscheidet weißen von grünem Tee.

Weißer Tee wird gepflückt, nicht gerollt, gequetscht oder sonst irgendwie manuell bearbeitet. Es soll kein Zellsaft austreten. Dies würde eine zusätzliche stärkere Oxidation der Teeblätter verursachen un das ist nicht gewollt.

Dieser Produktionsschritt wird bei der Herstellung der anderen Teesorten - wie Grüntees, Oolongs und Schwarztees - genutzt. 

Weißer Tee kann nach der Pflückung bis zu 72 Stunden welken. Jeder Teebauer hat da so sein eigenes Geheimrezept. Zuerst an frischer Luft und Sonne, auf Bambusmatten und anschließend in den Produktionshallen unter streng kontrollierten Temperaturbedingungen. Beim Welken werden die Teeblätter vorsichtig belüftet und umgeschichtet. Hierbei verlieren sie bereits einen großteil ihrer Feuchtigkeit. Dann folgt die schonende Trockung.

Im Gegensatz zu allen anderen Teesorten erfolgt zu keinem Zeitpunkt eine Erhitzung (dämpfen oder trockenes rösten). Und genaus DAS ist das Hauptunterscheidungsmerkmal von den anderen Teesorten. Sobald eine Dämpfung/Röstung stattgefunden hat, ist es kein weißer Tee mehr.

Beim Welken werden die Teeblätter vorsichtig belüftet und umgeschichtet. Hier verlieren sie einen großteil ihrer Feuchtigkeit.

Erfahrene Teebauern managen die Temperatur und Luftfeuchtigkeit beim Welken und trocknen des weißen Tees sehr penibel, weil diese Faktoren einen enormen Einfluss auf das spätere Aroma des fertigen weißen Tees haben. Er soll schließlich zart floral und süßlich schmecken.

Findet zuviel Oxidation statt, verfärben sich die Blätter braun. Perfekt gewelkte und getrocknete Blätter behalten ihre helle Farbe. Dies hängt natürlich auch von der Ausgangsfarbe beim Pflückungszeitpunkt ab und variiert je nach Teeanbauland, Teekultivar und Höhenlage.

Qualitäten: die sind so unterschiedlich wie bei allen anderen Teesorten auch. Umso höher der Anteil der flaumigen Tips, umso klarer der Aufguss und umso zarter das Aroma. Pai Mu Dan wird oft mit Blättern gemischt, die am Strauch weiter unten wachsen und enthält je nach Qualtität mehr oder weniger weiße Tips. Der reinste weiße Tee und der Klassiker schlechthin ist ein Silver Needle. Er hat den höchsten Anteil an noch geschlossenen silbrig umflaumten Blattknospen. Und weil diese so weißlich schimmern, hat das dem Tee seinen Namen gebracht: weißer Tee.

Aromen: Auch hier gibt es natürlich Unterschiede! Je nach Teekultivar, Anbauland und dem Welk- und Trocknungsprozess zeigt weißer Tee zumeist ein mildes blumiges Aroma. Manche zeigen feinnussige Untertöne, die an Kastanien erinnern. Manche Teebauern verstehen es, schöne fruchtige Noten (helles Steinobst wie Pfirsich, Aprikose, aber auch Noten von Papaya) herauszuarbeiten.

Weiße Tees aus Nepal oder Darjeeling beispielsweise, lassen deutlich schmecken woher sie stammen und verwöhnen mit dem typischen blumig spritzigen Hochlandflavor.

Das zartere und leichtere Aroma des weißen Tees bedeutet jedoch nicht, dass dieser kein oder weniger Koffein enthält. Analysen haben gezeigt, dass manche Weißteesorten davon sogar mehr als Grüntees enthalten können, aber auch mehr L-Theanin was den Effekt des Koffeins wiederum bremst.

Weiße Tees sind eine zarte, feine und hocharomatische Bereicherung, die man als Teefan einfach mal probiert haben muss. Wer gerne Schwarztees aus Nepal/Darjeelings trinkt, sollte die "light" Version dieser Tees probieren, wie z.B. unsere Nepal Guaranse Snow Buds  (No. 163).

Wer gerne chinesiche, fruchtbetonte Grüntees trinkt, dürfte mit Varianten des Silver Needle (z.B. No. 128, No. 109, No. 116) genussvolle Teestündchen erleben.

Schauen Sie einfach mal in unserem Onlineshop in die Kategorie weißer Tee und entdecken Sie die Vielfalt.

Viel Spass beim Ausprobieren und entdecken neuer Teegenusswelten!

 

 

 

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